Elektrobildungs- und Technologiezentrum e. V.
Kompetenzzentrum für Energiegewinnungstechnik und HochspannungstechnikKompetenzzentrum für Energiemanagement - Energieeffizienz

Innovation4E-Handwerk

Entwicklung von innovativen, überbetrieblichen Lehr-/Lernarrangements für digitalisierte Geschäftsfelder des E-Handwerks mit integrierter Ausbilderqualifizierung

Kurzbeschreibung und Projektziel

Die Digitalisierung führt zu großen technologischen Veränderungen in den Handwerksbetrieben. Vor allem durch den Einsatz moderner Informations- und Kommunikationstechnologien, mobile Anwendungen und die zunehmende Vernetzung und Intelligenz von Geräten und Produkten (Smart Home) werden sich die Anforderungen an das Berufsbild des Elektronikers wandeln. Ziel des Projektes ist es, diese Auswirkungen der Digitalisierung auf den Beruf des/der Elektronikers/-in der Fachrichtung Energie- und Gebäudetechnik zu identifizieren. Mit diesem Wissen werden neu gestaltete Lern- und Arbeitsaufgaben in ausgewählte Kurse der überbetriebliche Ausbildung implementiert, um so die Auszubildenden auf die Herausforderungen von morgen vorzubereiten und andererseits die Chancen der Digitalisierung für den Lehr- und Lernprozess zu nutzen. Hierbei sollen die Auszubildenden neben den beruflichen Handlungskompetenzen insbesondere Medienkompetenzen und "Selbst-Lern- Kompetenzen" erwerben.

Aktueller Stand und weiteres Vorgehen

Als erster Schritt werden momentan Führungskräfte aus der Region zu der Entwicklung digitaler Technologien in ihren Unternehmen interviewt. Aus den daraus sich ergebenden Qualifizierungsbedarfen werden zusammen mit den neuesten Erkenntnissen aus Wissenschaft und Forschung zur Digitalisierung in den einzelnen Bereichen und einer Analyse des momentanen Ist- Standes der Ausbildungskurse Handlungsbedarfe für die Weiterentwicklung der Überbetrieblichen Lehrlingsunterweisung (ÜLU) abgeleitet.

Daraus werden im Zeitraum 2017-2018 einzelne Kurse der überbetrieblichen Ausbildung erneuert. Dabei werden praxisnahe Lehr-Lernanlagen implementiert, an denen die Lehrlinge den richtigen Umgang mit neuen digitalen Technologien erlernen. mit denen das erworbene Wissen vertieft und gefestigt werden kann. Konkret wird ein Kurs zur Gebäudeautomatisierung überarbeitet, da sich in diesen die neuen Anforderungen durch Smart Home wiederspiegeln. Außerdem wird ein Kurs zur Telekommunikation auf den neuesten Stand gebracht, da mittlerweile auch bei Telefonanlagen immer mehr Digitaltechnik im Einsatz ist und auch das Thema Netzwerktechnik in nahezu allen Gebäuden eine Rolle spielt. Der dritte Kurs wird sich mit der zunehmenden intelligenten Verknüpfung von regenerativer Energiegewinnung, Speicherung und intelligenten Verbrauchssteuerung (bspw. Elektrofahrzeuge) befassen. Als Ergänzung dazu werden "virtuelle Lerninseln" als methodisch-didaktische Hilfen (digitale Lernbausteine) zu verschiedenen Themenschwerpunkten im Ausbildungsprozess entwickelt.

Zielgruppen

Die neu gestalteten überbetrieblichen Ausbildungskurse werden in erster Linie für Auszubildende verwendet, da diese die neuen Erkenntnisse am besten in die Betriebe und damit in die Praxis tragen können. Jedoch müssen auch die Ausbilder für diese Kurse geschult werden, um überhaupt einen geeigneten Wissenstransfer zu ermöglichen und die Ausbilder selbst in den neuen Technologien zu befähigen. Daher ist ein wesentlicher Bestandteil dieses Projektes die integrative Ausbilderqualifizierung.